Medikamenten-Ratgeber

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Wirkstoffgruppe

Abführmittel

auch bezeichnet als:
Laxantia; Laxanzien; Laxativa; Laxativum

Folgende Wirkstoffe sind der Wirkstoffgruppe
"Abführmittel" zugeordnet

Anwendungsgebiete dieser Wirkstoffgruppe

Abführmittel werden überwiegend eingesetzt, um bei Verstopfung die Entleerung des Darms zu fördern und zu erleichtern. Auch bei verschiedenen Problemen im Darm und Enddarm wie Hämorrhoiden, Fissuren, Geschwüren und Fisteln kommen Abführmittel zum Einsatz. Sie verhindern, dass man bei der Ausscheidung zu stark pressen muss. Durch ständigen erhöhten Pressdruck können bei entsprechender Veranlagung Hämorrhoiden entstehen oder sich verschlimmern, eine Fissur kann weiter reißen und der Druck auf ein Geschwür oder eine Fistel fördert die Entzündung. Zudem bereitet Druck bei solchen Krankheitsbildern oft einen reißend starken Schmerz. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Die Patienten vermeiden so lange wie möglich den Stuhlgang, was letztlich zu Verstopfung und Stuhlverhärtung führt und die Ausscheidung zusätzlich erschwert.

Als Abführmittel werden Stoffe unterschiedlichster Untergruppen verwendet. Dazu gehören:
Alle diese Abführmittel sollten im Allgemeinen nicht länger als ein bis zwei Wochen verwendet werden, um den Darm nicht daran zu gewöhnen. Wenn möglich, ist eine Anregung des Darms durch körperliche Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr vorzuziehen. Beim Langzeitgebrauch von Abführmitteln treten vermehrt Dickdarmpolypen auf. Das sind Schleimhautwucherungen, die sich durch die ständige medikamentöse Reizung bilden.

Eine neue Gruppe von Abführmitteln sind Wirkstoffe, die die Darmbewegung fördern wie Prucaloprid. Diese Wirkstoffe setzen an der nervlichen Regulation der Verdauungstätigkeit an.

So wirken Abführmittel

Die als klassische Abführmittel eingesetzten Substanzen erreichen ihre Wirkung auf vier recht verschiedenen Wegen:
Eine neue Klasse von Abführmitteln wie das Prucaloprid nimmt Einfluss auf die nervliche Steuerung der Ausscheidung. Sie binden sich an entsprechende Rezeptoren im Verdauungskanal und ahmen dort die Wirkung von Nervenbotenstoffen wie beispielsweise dem Serotonin nach. Dadurch wird die Bewegung des Verdauungskanals angeregt, der Speisebrei verstärkt weiterbefördert und der Ausscheidungsreflex ausgelöst.

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Dieser Medikamenten-Ratgeber wurde von Fachärzten, Apothekern und Wissenschaftlern erstellt und vom Redaktionsteam didaktisch überarbeitet. Die Informationen stellen keine Empfehlung oder Bewerbung von Produkten dar. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder das Gespräch mit einem Apotheker.

Inhalte/Quellen

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