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Wirkstoffgruppe
auch bezeichnet als:
Mittel gegen Alopezie
Alle Haare tragen an ihrer Wurzel Bindungsstellen (Rezeptoren) für das Androgen 5-Dihydrotestosteron, das im Körper aus dem männlichen Hormon Testosteron entsteht. Beim "männlichen" (androgenetischen) Haarausfall ist erblich bedingt sowohl die Zahl der Rezeptoren an den Haarwurzeln als auch die Menge an 5-Dihydrotestosteron im Blut erhöht. Alle dagegen eingesetzten Medikamente, Antiandrogene, Östrogene und Finasterid sind Gegenspieler des 5-Dihydrotestosterons. Sie heben seine Wirkungen auf. Bei den innerlich anwendbaren Wirkstoffen ist mit zum Teil auch unerwünschten Effekten auf den ganzen Körper zu rechnen. Daher sollte immer zuerst eine örtliche Behandlung versucht werden.
Der genaue Wirkungsmechanismus von Minoxidil bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie ist nicht bekannt. Ursprünglich als Blutdrucksenker entwickelt, fiel die haarwuchsfördernde Wirkung des Minoxidil erst während der klinischen Prüfungen auf. Minoxidil regt nicht die Haarbildung insgesamt an, sondern das Wachstum der so genannten Flaum- oder Unterbehaarung. Dadurch aber wirkt das gesamte Haar etwas voller. Da Minoxidil nur örtlich und auf verhältnismäßig kleiner Fläche angewendet wird, ist mit Nebenwirkungen auf den Kreislauf oder Blutdruck kaum zu rechnen.
Stand: 16.10.2007
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