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Wirkstoff
auch bezeichnet als:
Zinci oxidum; Zincum oxidatum; Zincum sulfuricum; Zinkaspartat; Zinkorotat; Zinkoxid; Zinksulfat; Zinkweiss
Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Zink. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Gerbstoffe, Hautpflegemittel, Mineralstoffe (Mengenelemente und Spurenelemente), zu welcher der Wirkstoff Zink gehört.
Zu folgenden Anwendungsgebieten von Zink sind vertiefende Informationen verfügbar:
Zinkoxid reichert sich in den Hautzellen in hohen Konzentrationen mit medizinischen Effekten an. Zink unterstützt die Wundheilung und -pflege. Bei Hautverletzungen oder -schäden fördert Zink den Wundverschluss durch die Bildung eines Netzes aus Fibrin. Fibrin ist ein Blutbestandteil, der sich bei der Blutgerinnung zu Fasern zusammenlagert und ein erstes provisorisches Wundkissen bildet. Gegenspieler dieser Zusammenlagerung ist das körpereigene Enzym Dipeptidylaminopeptidase-4. Indem Zink das Enzym blockiert, unterstützt der Wirkstoff die Fibrinkissen-Bildung.
Die bessere Wundheilung durch Zink kann sich daraus erklären, dass Zink für die Aktivität vieler Enzyme unentbehrlich ist. Somit unterstützt der Wirkstoff die Neubildung von Eiweißen, die das verletzte Gewebe ersetzen.
Außerdem hat Zink eine antibiotische Wirkung auf Bakterien und beugt dadurch Entzündungen geschädigter Hautareale vor. Diesen Effekt macht man sich vor allem bei Bindehautentzündung (Conjunctivitis) zu Nutze, weil Zink gezielt gegen einen speziellen Erreger dieser Erkrankung wirksam ist.
Der zusammenziehende Effekt des Zinks bewirkt eine Verdickung der Haut am Ort der Schädigung und auch die kleinen Blutgefäße ziehen sich zusammen. So dichtet Zink die Wundoberfläche ab und verringert Absonderungen aus der Wunde.
Innerlich genommen, wirkt Zink als lebensnotwendiges Spurenelement, da es Bestandteil von mehr als 300 Enzymen ist. Zink spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum, der Spezialisierung und der Teilung von Körperzellen, im Immunsystem, bei der Knochenbildung, der Erhaltung und Erneuerung von schnell nachwachsenden Geweben wie Haut, Haar und Schleimhaut, bei der sexuellen Reifung und der Gewebereparatur nach Verletzung. Auch die Aufnahme von Vitamin A in den Körper, die Verwertung und der Abbau des Vitamins sind teilweise von einer angemessenen Zinkkonzentration im Körper abhängig. Zink ist ferner auch am Insulin-Stoffwechsel und damit der Blutzuckerregulierung beteiligt.
Eine Neigung zu leichten Zinkmangelzuständen kann von unzureichender Zufuhr und Aufnahme in den Körper verursacht werden. Dazu kommt es bei Mangelernährung, vegetarischer (rein pflanzlicher) oder unausgewogener Kost. In einigen Fällen kann Zinkmangel auch durch Darmerkrankungen bedingt sein. Hierbei sind auch Mangelzustände an anderen Stoffen und Vitaminen zu erwarten.
Weiterlesen: Zink: Zurück zum Überblick
Stand: 16.08.2010
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)
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