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Wirkstoff
auch bezeichnet als:
(2S)-2-Formylamino-4-methylpentansäure-(1S)-1- {[(3S,4S)-3-hexyl-2-oxo-4-oxetanyl]methyl}dodecylester; Orlistatum; Tetrahydrolipstatin; THL
Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Orlistat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Abmagerungsmittel/Appetitzügler, zu welcher der Wirkstoff Orlistat gehört.
Orlistat wird zur Behandlung von Fettsucht und Übergewicht eingesetzt, bei denen Maßnahmen wie körperliche Bewegung und Ernährungsumstellung keine Besserung gebracht haben.
Das Maß für die Dickleibigkeit ist der so genannte Körpermasseindex BMI (Body Mass Index). Er wird errechnet, indem man das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße teilt. Ab einem BMI von 28 gilt Übergewicht als behandlungsbedürftig, wenn weitere Erkrankungen vorliegen, die eine ernste Gesundheitsgefahr für den Patienten darstellen. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel Diabetes mellitus vom Typ 1, Diabetes mellitus vom Typ 2, Bluthochdruck oder eine Fettstoffwechselstörung.
Eine Fettsucht (Adipositas) wird durch einen BMI ab 30 gekennzeichnet und ist auch ohne weitere Risikofaktoren behandlungsbedürftig, um Schäden am Bewegungsapparat zu vermeiden.
Orlistat wird stets in Verbindung mit einem weitgehenden Behandlungsplan eingesetzt, der eine leichte Diätkost einschließt.
Zu folgenden Anwendungsgebieten von Orlistat sind vertiefende Informationen verfügbar:
Orlistat gehört zur Gruppe der Abmagerungsmittel. Der Wirkstoff hemmt im Magen und dem oberen Dünndarm wirksam und lang anhaltend die fettspaltenden Verdauungs-Enzyme (Lipasen). Diese Lipasen sind Eiweißstoffe, die aus einer Vielzahl von Aminosäuren aufgebaut sind. Orlistat heftet sich gezielt an die Aminosäure Serin, wodurch das ganze Enzym unwirksam wird. So kann es seine Aufgabe nicht mehr erfüllen, die Nahrungsfette zu spalten. Normalerweise werden die Nahrungsfette, die als so genannte Triglyceride vorliegen, in freie Fettsäuren und Glycerin aufgetrennt. Nur in dieser Form kann sie der Körper aufnehmen und verwerten.
Ungespaltene Fette nimmt der Darm nicht auf und sie werden mit dem Stuhl wieder ausgeschieden. Das erklärt auch die sehr unangenehmen Nebenwirkungen einer Orlistat-Behandlung: Fettstühle, Blähungen und Durchfall. Der Patient muss sich an einen fettarmen Ernährungsplan halten, um die genannten Nebenwirkungen zu vermeiden. So nimmt der Betroffene ab und lernt im Laufe der Behandlung, sich fettarm zu ernähren. Damit ist auch eine gewisse Nachhaltigkeit des Behandlungserfolges gegeben.
Weiterlesen: Orlistat: Zurück zum Überblick
Stand: 22.02.2012
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)
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