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Wirkstoff
auch bezeichnet als:
3,5,3',5'-Tetrajod-L-thyronin; L-Thyroxin; Levothyroxinum; T4; Thyroxin
Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Levothyroxin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Schilddrüsenhormone, Schilddrüsenmittel, zu welcher der Wirkstoff Levothyroxin gehört.
Levothyroxin ist mit dem von der Schilddrüse gebildeten Hormon Thyroxin identisch. Daher wird der Wirkstoff bei einer Schilddrüsenunterfunktion als Hormonersatz eingesetzt. Da die Unterfunktion der Schilddrüse nicht ursächlich behandelt werden kann, müssen Schilddrüsenhormone wie Levothyroxin oft lebenslang eingenommen werden.
Levothyroxin ist in fast allen Schilddrüsenmedikamenten enthalten. Ziel der Behandlung mit dem Wirkstoff ist, die krankhaft verminderte Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut wieder zu normalisieren. Damit lassen sich die typischen Beschwerden der Unterfunktion wie zum Beispiel ungewollte Gewichtszunahme, Trägheit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Verstopfung und brüchige Haare und Nägel lindern.
Nach einer Schilddrüsenoperation wird durch die Gabe von Levothyroxin das erneute krankhafte Wachstum des Organs verhindert.
Auch bei normaler Hormonkonzentration im Blut kann Levothyroxin zur Behandlung einer vergrößerten Schilddrüse eingesetzt werden.
In Dosierungen bis 100 Mikrogramm täglich kann Levothyroxin auch begleitend zu einer Behandlung mit Thyreostatika eingesetzt werden, um einem Größenwachstum der Schilddrüse vorzubeugen. Allerdings darf Levothyroxin erst nach Erreichen einer normalen Hormonkonzentration im Blut hinzugegeben werden.
In hohen Dosierungen wird Levothyroxin insbesondere nach einer Schilddrüsenoperation eingesetzt. Dosierungen bis 300 Mikrogramm täglich können erforderlich werden. Die benötigten Dosen sind dabei individuell sehr unterschiedlich. Auch zur vollständigen Unterdrückung der Schilddrüsenfunktion bei bestimmten Krebsarten der Schilddrüse sind die genannten hohen Dosierungen erforderlich.
In Dosierungen bis 1000 Mikrogramm wird Levothyroxin auch zur Diagnostik eingesetzt. Nach Einnahme dieser Menge Levothyroxin stellt die gesunde Schilddrüse ihre Produktion nahezu ein. Dadurch wird der Nachweis autonomer Adenome erleichtert, deren Zellen nicht mehr dem normalen Regelmechanismus gehorchen und die unabhängig von der vorliegenden Hormonkonzentration Hormone produzieren.
Für die Behandlung des Myxödem-Komas, einer seltenen aber lebensbedrohlichen Komplikation der Schilddrüsenunterfunktion, stehen Injektionslösungen mit 500 Mikrogramm Levothyroxin zur Verfügung, die bei Bedarf vom Arzt gespritzt werden können.
Levothyroxin kann auch mit Jodid kombiniert zur Behandlung eines Kropfs (Struma), also einer vergrößerten Schilddrüse eingesetzt werden.
Zu folgenden Anwendungsgebieten von Levothyroxin sind vertiefende Informationen verfügbar:
Levothyroxin gehört zur Gruppe der Schilddrüsenhormone und mindert Beschwerden bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Zusätzlich beugt Levothyroxin einer Schilddrüsenvergrößerung vor und normalisiert die Konzentration an Schilddrüsenhormonen im Blut.
Levothyroxin ist chemisch gleich dem körpereigenen, von der Schilddrüse produzierten Thyroxin. Wie Thyroxin reguliert Levothyroxin bestimmte Stoffwechselvorgänge und Organfunktionen.
Levothyroxin ist ein so genanntes Prodrug. Das heißt, es wird erst im Körper in seine eigentliche Wirkform, das Liothyronin umgewandelt. Diese Umwandlung findet besonders in der Leber und der Niere statt. Liothyronin kann ebenfalls als Wirkstoff verabreicht werden. Weitaus häufiger kommt jedoch Levothyroxin zum Einsatz.
Weiterlesen: Levothyroxin: Zurück zum Überblick
Stand: 17.12.2007
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)
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