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Wirkstoff

Knoblauch

Medikamenten-Ratgeber

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auch bezeichnet als:
Allium sativum; Knobi; Knoblauchzwiebel; Knobloch; Knofel; Knopfel

So wirkt Knoblauch

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs: Knoblauch

Knoblauch senkt den Blutfettspiegel und kann daher bei Fettstoffwechselstörungen zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels im Blut (Hypercholesterinämie) beitragen.

Ist der Cholesterinspiegel im Blut auf Dauer krankhaft erhöht, kann es zu arteriellen Durchblutungsstörungen wie Arteriosklerose kommen. In der Folge können schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall auftreten. Der natürliche Wirkstoff vermindert Ablagerungen in den Gefäßen, die arterielle Durchblutungsstörungen verursachen, und beugt so Gefäßverschlüssen vor.

Knoblauch wirkt außerdem wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze und wird deshalb in der Naturheilkunde auch zur Behandlung von Atemwegsinfekten eingesetzt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Knoblauch sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Knoblauch

Knoblauch (Allium sativum) ist eine Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Zwiebelgewächse (Alliaceae). Hauptverantwortlich für die Heilwirkung des Knoblauchs sind schwefelhaltige Inhaltsstoffe. Besonders hervorzuheben ist das geruchlose Alliin, das durch das Enzym Allicinase in die wirksame Form Allicin umgewandelt wird. Weitere heilende Inhaltsstoffe des Knoblauchs sind S-methyl-L-cystein-Sulfoxid, gamma-L-Glutamylpeptide, S-Allylcystein, verschiedene Aminosäuren, Steroide und Adenosin.

Der positive Einfluss von Knoblauch auf die Blutfettwerte wird vor allem durch das enthaltene Allicin bewirkt. Allicin hemmt ein Enzym, das für den Aufbau von Fettstoffen benötigt wird. Durch die Hemmung können überhöhte Blutfettwerte gesenkt werden. Über mehrere Wochen bis Monate eingenommen bewirkt Knboblauch schließlich eine Normalisierung der Bluttfettwerte.

Knoblauch beeinflusst zusätzlich die Fließeigenschaften des Blutes günstig, indem es die Auflösung zusammengelagerter Blutplättchen fördert und die Blutgerinnung vermindert. Der Bildung von Blutgerinseln (Thromben) wird so entgegengewirkt.

In der Naturheilkunde wird Knoblauch auch eine blutdrucksenkende und gefäßerweiternde Wirkung zugeschrieben. Für diese Wirkungen werden das Allicin und Ajoen verantwortlich gemacht. Diese Inhaltsstoffe bewirken durch veränderte Elektrolytverhältnisse an den Zellwänden eine Erschlaffung der Gefäßmuskulatur und somit eine Erweiterung der Blutgefäße.

Allicin wirkt zusätzlich wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze. Dieser Effekt wird vor allem zur Anregung des Magen-Darm-Trakts bei infektiösen Darmerkrankungen sowie bei Infektionen der Atemwege genutzt.

Weiterlesen: Knoblauch: Zurück zum Überblick

Stand: 20.03.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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