Medikament
Risperdal Filmtabletten 2 mg
Risperdal
Filmtabletten 2 mg
Hersteller: JANSSEN-CILAG GmbH
Wirkstoff:
Risperidon
rezeptpflichtig
Gegenanzeigen
Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Risperdal Filmtabletten 2 mg im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern.
Wann dürfen Risperdal Filmtabletten 2 mg nicht verwendet werden?
Der Wirkstoff darf nicht eingesetzt werden bei
- Überempfindlichkeit gegen Risperidon
- erhöhter Konzentration des Hormons im Blut, die nicht durch die Gabe von Medikamenten bedingt ist. Eine mögliche Ursache für eine gesteigerte Prolaktin-Konzentration ist ein Tumor der . Anzeichen dafür sind ein Spannungsgefühl in der Brust und eine Brustvergrößerung, eventuell mit krankhafter Milchabsonderung.
Der Wirkstoff darf nur nach einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt und unter seiner sorgfältigen Kontrolle angewendet werden bei Patienten mit
- Demenz wegen Hinweisen auf eine erhöhte Sterberate
- zu niedrigem Blutdruck
- Blutzucker-Überschuss (Hyperglykämie)
- gestörter Nierenfunktion
- eingeschränkter Leberfunktion
- Störung der Blutbildung im Knochenmark
- Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Epilepsien oder einer Neigung zu Krampfanfällen
- Parkinson-Krankheit
- Herzrhythmusstörungen
- schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Tumoren, deren Wachstum durch das Hormon Prolaktin gefördert wird (zum Beispiel Brustkrebs).
Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Der Wirkstoff sollte während Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingesetzt werden, weil die Unbedenklichkeit der Anwendung für Mutter und Kind nicht nachgewiesen ist. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie daher empfängnisverhütende Maßnahmen treffen.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Kinder und Jugendliche mit Psychosen wie Persönlichkeitsspaltung (Schizophrenie) oder Phasen der Übersteigerung (Manie) im Rahmen einer Depression dürfen erst ab einem Alter von 18 Jahren mit Risperidon behandelt werden.
Bei Verhaltensstörungen darf Risperidon ab einem Alter von fünf Jahren eingesetzt werden. Allerdings muss der Arzt die Behandlung mit einer niedrigen Dosis (O,5 Millgiramm) beginnen, die nur langsam gesteigert werden darf. Für die Dauerbehandlung ist die niedrigstmögliche Dosis zu wählen.
Die medikamentöse Behandlung sollte stets von einer sozialpsychiatrischen (Familien-)Therapie begleitet werden. Wie bei allen Behandlungen, die nur die Beschwerden mildern, muss die dauerhafte Anwendung von Risperidon fortwährend vom Arzt beurteilt und begründet werden.
Bevor Risperidon für Kinder oder Jugendliche mit Verhaltensstörung verschrieben wird, wird sie der Arzt vollständig auf körperliche und soziale Hintergründe des aggressiven Verhaltens wie Schmerzen oder ungünstige Belastungen aus dem Umfeld beurteilen. Der müde machende Effekt von Risperidon kann sich bei dieser Patientengruppe möglicherweise auf die Lernfähigkeit auswirken. Ein Wechsel des Einnahmezeitpunktes kann dann den Einfluss auf die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen verbessern.
Für die Behandlung von Kindern unter fünf Jahren darf Risperidon nicht angewendet werden.
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