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Medikament

Prednison-ratiopharm 5mg

Hersteller: ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Prednison

rezeptpflichtig

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Prednison-ratiopharm 5mg im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform des Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Prednison-ratiopharm 5mg nicht verwendet werden?

Eine Überempfindlichkeit gegen Prednison schließt eine Behandlung mit diesem Wirkstoff aus.

Wenn die Gabe von Prednison vom Arzt für unbedingt nötig gehalten wird, kann sie kurzfristig ohne weitere Einschränkungen angewendet werden. Ein längerfristiger Einsatz ist allerdings verboten bei
  • akuten Virusinfektionen wie Lippenherpes, Gürtelrose, Kinderlähmung und Windpocken
  • chronisch-aktiver Leberentzündung mit positiver HBsAg-Reaktion
  • Schutzimpfungen im Zeitraum von acht Wochen davor und zwei Wochen danach
  • Lymphknotenschwellung nach Tuberkulose-Impfung
Nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf mit Prednison behandelt werden bei
  • Magen-Darm-Geschwüren und Behandlung derselben mit Säureblockern
  • schwerem Knochenschwund (Osteoporose)
  • Psychosen in der Vorgeschichte
  • innerlichen (systemischen) Infektionen mit Bakterien, Pilzen und Kleinstlebenwesen (Parasiten)
  • grünem Star (Eng- und Weitwinkelglaukom).
  • schwerer Colitis ulcerosa mit Durchbruchgefahr, bei Divertikel-Krankheit und nach Operationen zur Darmüberbrückung (Anastomose-Operationen)
  • schwer behandelbarem Bluthochdruck
  • Zuckerkrankheit.
Hinweise:

Bei akuten und chronischen Infektionen mit Bakterien muss zusätzlich zu Prednison eine gezielte Therapie mit Antibiotika erfolgen. Prednison kann die Anzeichen einer Infektion verdecken und so die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschweren.

Bei Tuberkulose in der Krankenvorgeschichte ist eine Prednison-Anwendung wegen des Risikos eines Wiederaufflammens der Infektion nur bei ausreichendem Schutz durch Tuberkulose-Mittel erlaubt.

Während der Anwendung von Prednison ist bei Zuckerkranken eventuell der Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika erhöht.

Während der Behandlung mit Prednison ist bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich. Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche sind sorgfältig ärztlich zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung der Erkrankung besteht.

Bei älteren Patienten sollte die Anwendung des Wirkstoffes nur unter besonderer Nutzen/Risiko-Abwägung erfolgen, da das Risiko von Knochenschwund bei dieser Patientengruppe erhöht ist.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft sollte Prednison nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt angewendet werden, da Wachstumsstörungen des Ugeborenen nicht ausgeschlossen werden können. Wird Prednison gegen Ende der Schwangerschaft eingesetzt, kann das Kind an einer Störung der Nebennierenrindenfunktion erkranken. In diesem Fall muss beim Neugeborenen eine allmählich ausklingende Ersatztherapie mit Prednison durchgeführt werden.

Glukokortikoide wie Prednison gehen in die Muttermilch über und können so zum Säugling gelangen. Um Schädigungen des Kindes zu vermeiden, sollte die Anwendung des Wirkstoffs nur nach ärztlicher Rücksprache stattfinden. Im besten Fall wird das Kind vor einer Behandlung mit Prednison abgestillt.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung von Prednison bei Kindern im Wachstumsalter darf nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt stattfinden, da es zu Wachstumsstörungen kommen kann.

Zur Behandlung von Atemwegserkrankungen bei Kindern wie Pseudo-Krupp steht der Wirkstoff in Form von Zäpfchen zur Verfügung.

Weiterlesen: Prednison-ratioph...: Nebenwirkungen

Stand: 09.10.2007
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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