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Medikament

Inflanefran 0,12%

Hersteller: Pharm-Allergan GmbH
Wirkstoff: Prednisolon

rezeptpflichtig

So wirkt Inflanefran 0,12%

Inflanefran 0,12% enthält den Wirkstoff Prednisolon. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Prednisolon. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Entzündungshemmer, Glukokortikoide, zu welcher der Wirkstoff Prednisolon gehört. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Inflanefran 0,12%

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Prednisolon

Prednisolon wird in vielen unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten. Dazu zählen Tabletten, Kapseln, Infusionslösungen sowie Injektionslösungen zum Spritzen für die innerliche (systemische) Anwendung. Für die örtliche (lokale) Anwendung, auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen, stehen Zäpfchen, Salben, Cremes, Pasten, Gelzubereitungen, Tinkturen, Tropfen und Lösungen zur Verfügung.

In Tablettenform oder auch direkt in den Blutkreislauf gegeben wird Prednisolon eingesetzt bei:
  • der Ausgleichbehandlung (Substitutionstherapie) der Nebennierenrindenschwäche (Morbus Addison) und der Hypophysenvorderlappenschwäche (Mittel der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison) sowie bei Stresszuständen nach langfristiger Kortikoid-Therapie
  • entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie Entzündungen aller Gelenke (chronische Polyarthritis) sowie akut entzündlichen Vorgängen an einzelnen Gelenken zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung, bei Bindegewebsumbauerkrankungen (Kollagenosen) wie beispielsweise dem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) zur Verzögerung des Krankheitsfortschritts
  • Bronchial- und Lungenkrankheiten wie Asthma bronchiale (gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von bronchienerweiternden Mitteln) und Lungengewebserkrankungen unterschiedlicher Ursache
  • Erkrankungen der oberen Luftwege wie schwere Verlaufsformen von Heuschnupfen und allergischem Schnupfen nach dem therapeutischen Versagen von Glukokortikoiden zum Einatmen und -spühen
  • akuten Kehlkopf- und Luftröhrenverengungen (bei Pseudo-Krupp auch als Zäpfchen) oder zur Vorbeugung des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen
  • Herzkrankheiten wie der Herzbeutelentzündung (Endocarditis)
  • Blutkrankheiten verschiedener Ursache
  • Erkrankungen des Nervensystems und Infektionen wie der tuberkulösen Hirnhautentzündung
  • Krankheiten der Nieren und ableitenden Harnwege
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes und Lebererkrankungen sowie entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
  • der Tumorbehandlung von Blutkrebs (Leukämie) und Lymphdrüsenkrebs. Hierbei wirkt Prednisolon aber nur symptomlindernd, die Krankheitsursache wird dadurch nicht behandelt. Außerdem beugt der Wirkstoff auch dem durch Chemotherapie erzeugten Erbrechen vor.
Die örtliche Anwendung von Prednisolon erfolgt entweder allein oder zusätzlich zu einer innerlichen Behandlung mit dem Wirkstoff. Gelegenheiten für einen solchen Einsatz sind:
  • allergische und/oder entzündliche Hautkrankheiten
  • Augenkrankheiten wie die Lederhautentzündung oder Entzündungen der mittleren Augenhaut
  • Beschwerden an Zähnen, Zahnfleisch und Mundschleimhaut wie akute Zahnfleischentzündungen, Mundschleimhautentzündungen sowie Entzündungen in Zahnfleischtaschen
  • Entzündete Hämorrhoiden, Entzündungen im Analbereich oder auch Mastdarmentzündungen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Prednisolon sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Prednisolon

Prednisolon gehört zur Wirkstoffgruppe der Glukokortikoide. Es enthält in seinem Molekül kein Fluor und zählt dadurch zu den schwächer wirksamen Vertretern dieser Gruppe. Dosisabhängig beeinflusst Prednisolon den Stoffwechsel fast aller Gewebe.

Bei Ausfall oder Schwäche der Nebennierenrindenfunktion fehlt es an körpereigenem Hydrocortison. Hydrocortison aber ist nötig, um den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel zu regulieren. Prednisolon, als Tablette eingenommen, kann das fehlende Hydrocortison ersetzen und die dadurch gestörten Stoffwechselwege normalisieren. Die zu einer solchen Ausgleichbehandlung (Substitution) erforderlichen Dosen an Prednisolon sind vergleichsweise niedrig.

In höheren Dosierungen wirkt Prednisolon rasch entzündungshemmend und mit zeitlicher Verzögerung auch bremsend auf das Immunsystem. Es verhindert die Einwanderung von Entzündungszellen in geschädigtes Gewebe und blockiert an den Immunzellen die Freisetzung von biochemischen Stoffen, die Entzündungs- und Immunreaktionen vermitteln. Alle diese Wirkungen führen zu einem Abklingen der Entzündungsreaktionen und gelten sowohl für die innerliche wie die äußerliche und örtliche Anwendung von Prednisolon.

Die Wirkung von Prednisolon bei Atemwegserkrankungen beruht auf der Hemmung entzündlicher Prozesse, der Unterdrückung oder Verhinderung von Wasseransammlungen (Ödemen) in den Schleimhäuten der Luftwege und damit einer Verringerung der Bronchialeinengung, der Herabsetzung der Schleimzähigkeit sowie einer Einschränkung der Schleimproduktion. Sind die Bronchien weniger eng und wird auch weniger Schleim produziert, ist die Belüftung insgesamt verbessert, wodurch eine Entzündung besser abheilen kann.

Prednisolon wirkt stark antiallergisch. Das beruht auf der Unterdrückung des Abwehrsystem des Körpers durch den Wirkstoff: Eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf allergieauslösende Stoffe wird verhindert. Auf diesem Wege lindert Prednisolon die typischen Symptome einer Allergie wie Rötung, Gewebsschwellung oder Juckreiz.

Besonderheiten der Wirkung von Inflanefran 0,12%

Ein Milliliter enthält 1,2 Milligramm Prednisolonacetat, das ist eine chemische Variante von Prednisolon, die nichts an der Wirkung des Medikaments ändert.

Da der Wirkstoff im Medikament in leicht veränderter Form vorliegt, weicht die Wirkstoffmenge im Medikament geringfügig ab.

Die Augentropfen werden angewendet bei allergischen und anderen Entzündungen der Augenlider, der Bindehaut, der Hornhaut, der Lederhaut und der vorderen mittleren Augenhaut (Uvea) ohne Infektion.
Sie werden außerdem angewendet bei chemischen und hitzebedingten Verbrennungen des Auges.

Durch die örtliche Anwendung am Auge treten weniger Nebenwirkungen auf als bei einer Einnahme des Wirkstoffs. Bei längerer Anwendung und/oder höheren Dosierungen sind aber Nebenwirkungen wie nach einer Einnahme (systemisch) nicht völlig auszuschließen.
Außerdem können auftreten:
- gelegentlich leichtes Augenbrennen
- erhöhte Durchlässigkeit bei verminderter Dicke zum Beispiel von Hornhaut und Lederhaut Cornea und Sklera, vor allem bei längerer Anwendung
- Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) bei gefährdeten Patienten nach längerer Anwendung
- selten Grauer Star (hinterer subkapsulärer Katarakt) bei längerer Anwendung
- verlangsamte Wundheilung
- Verschleierung oder Verschlimmerung einer bakteriellen Infektion
- weitere Infektionen bei längerer Anwendung, besonders bei einer chronischen Entzündung trotz Therapie
- Schleiersehen bei dickflüssigen Augentropfen oder Augensalben

Wechselwirkungen treten bei der Anwendung von Augentropfen nicht auf.

Weiterlesen: Inflanefran 0,12%: Zurück zum Überblick

Stand: 02.10.2007
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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