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Medikament
Hersteller: Pharm-Allergan GmbH
Wirkstoff:
Prednisolon
Inflanefran 0,12% enthält den Wirkstoff Prednisolon. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Prednisolon. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Entzündungshemmer, Glukokortikoide, zu welcher der Wirkstoff Prednisolon gehört. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Inflanefran 0,12%
Zu folgenden Anwendungsgebieten von Prednisolon sind vertiefende Informationen verfügbar:
Prednisolon gehört zur Wirkstoffgruppe der Glukokortikoide. Es enthält in seinem Molekül kein Fluor und zählt dadurch zu den schwächer wirksamen Vertretern dieser Gruppe. Dosisabhängig beeinflusst Prednisolon den Stoffwechsel fast aller Gewebe.
Bei Ausfall oder Schwäche der Nebennierenrindenfunktion fehlt es an körpereigenem Hydrocortison. Hydrocortison aber ist nötig, um den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel zu regulieren. Prednisolon, als Tablette eingenommen, kann das fehlende Hydrocortison ersetzen und die dadurch gestörten Stoffwechselwege normalisieren. Die zu einer solchen Ausgleichbehandlung (Substitution) erforderlichen Dosen an Prednisolon sind vergleichsweise niedrig.
In höheren Dosierungen wirkt Prednisolon rasch entzündungshemmend und mit zeitlicher Verzögerung auch bremsend auf das Immunsystem. Es verhindert die Einwanderung von Entzündungszellen in geschädigtes Gewebe und blockiert an den Immunzellen die Freisetzung von biochemischen Stoffen, die Entzündungs- und Immunreaktionen vermitteln. Alle diese Wirkungen führen zu einem Abklingen der Entzündungsreaktionen und gelten sowohl für die innerliche wie die äußerliche und örtliche Anwendung von Prednisolon.
Die Wirkung von Prednisolon bei Atemwegserkrankungen beruht auf der Hemmung entzündlicher Prozesse, der Unterdrückung oder Verhinderung von Wasseransammlungen (Ödemen) in den Schleimhäuten der Luftwege und damit einer Verringerung der Bronchialeinengung, der Herabsetzung der Schleimzähigkeit sowie einer Einschränkung der Schleimproduktion. Sind die Bronchien weniger eng und wird auch weniger Schleim produziert, ist die Belüftung insgesamt verbessert, wodurch eine Entzündung besser abheilen kann.
Prednisolon wirkt stark antiallergisch. Das beruht auf der Unterdrückung des Abwehrsystem des Körpers durch den Wirkstoff: Eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf allergieauslösende Stoffe wird verhindert. Auf diesem Wege lindert Prednisolon die typischen Symptome einer Allergie wie Rötung, Gewebsschwellung oder Juckreiz.
Ein Milliliter enthält 1,2 Milligramm Prednisolonacetat, das ist eine chemische Variante von Prednisolon, die nichts an der Wirkung des Medikaments ändert.
Da der Wirkstoff im Medikament in leicht veränderter Form vorliegt, weicht die Wirkstoffmenge im Medikament geringfügig ab.
Die Augentropfen werden angewendet bei allergischen und anderen Entzündungen der Augenlider, der Bindehaut, der Hornhaut, der Lederhaut und der vorderen mittleren Augenhaut (Uvea) ohne Infektion.
Sie werden außerdem angewendet bei chemischen und hitzebedingten Verbrennungen des Auges.
Durch die örtliche Anwendung am Auge treten weniger Nebenwirkungen auf als bei einer Einnahme des Wirkstoffs. Bei längerer Anwendung und/oder höheren Dosierungen sind aber Nebenwirkungen wie nach einer Einnahme (systemisch) nicht völlig auszuschließen.
Außerdem können auftreten:
- gelegentlich leichtes Augenbrennen
- erhöhte Durchlässigkeit bei verminderter Dicke zum Beispiel von Hornhaut und Lederhaut Cornea und Sklera, vor allem bei längerer Anwendung
- Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) bei gefährdeten Patienten nach längerer Anwendung
- selten Grauer Star (hinterer subkapsulärer Katarakt) bei längerer Anwendung
- verlangsamte Wundheilung
- Verschleierung oder Verschlimmerung einer bakteriellen Infektion
- weitere Infektionen bei längerer Anwendung, besonders bei einer chronischen Entzündung trotz Therapie
- Schleiersehen bei dickflüssigen Augentropfen oder Augensalben
Wechselwirkungen treten bei der Anwendung von Augentropfen nicht auf.
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Stand: 02.10.2007
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)
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