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Medikament

Aciclovir-ratiopharm 250mg p.i./ -500mg
p.i.

Hersteller: ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Aciclovir

rezeptpflichtig zuzahlungsfrei

So wirkt Aciclovir-ratiopharm 250mg p.i./
-500mg p.i.

Aciclovir-ratiopharm 250mg p.i./-500mg p.i. enthält den Wirkstoff Aciclovir. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Aciclovir. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Herpesmittel, virenhemmende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Aciclovir gehört. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Aciclovir-ratiopharm 250mg p.i./ -500mg p.i.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Aciclovir

Aciclovir wird bei Infektionen mit Herpesviren eingesetzt. Es gibt verschiedene Herpesviren, die eine Vielzahl von Erkrankungen hervorrufen. Bekanntester Vertreter ist das Herpes-simplex-Virus Typ I, der Erreger des Lippenherpes. Aber auch die Windpocken und die Gürtelrose (Herpes Zoster) sowie Augeninfektionen durch Herpesviren und Herpes an den Geschlechtsorganen werden durch diese Virengruppe verursacht und können mit dem Wirkstoff behandelt werden.

Dabei wird Aciclovir zur Linderung von Juckreiz sowie leichten bis mäßig starken Schmerzen in Form von Cremes hauptsächlich zur äußerlichen Behandlung von Herpesinfektionen der Lippen oder Geschlechtsorgane angewandt. Bei langfristiger Anwendung kann der Wirkstoff das Wiederauftreten schwerer Herpesinfektionen im Genitalbereich verhindern.

Für Augeninfektionen durch Herpesviren, unter anderem auch Bindehautentzündungen, gibt es spezielle Augencremes und -salben mit dem Wirkstoff.

Die Tablettenform und die Lösung (Suspension) zum Trinken enthalten höhere Wirkstoffdosen Aciclovir. Die 200-Milligramm-Tabletten werden daher auch zur Vorbeugung und Therapie von schweren wiederkehrenden Infektionen der Haut und Schleimhäute mit Herpes-simplex- oder Herpes-genitalis-Viren genutzt.

Eine schwere Hautinfektion wie die Gürtelrose wird mit Aciclovir-400-Milligramm beziehungsweise -800-Milligramm-Tabletten oder mit Infusionen behandelt. Diese beiden Darreichsformen sind außerdem zur Vorbeugung gegen Infektionen mit Varicella-Zoster-Viren zugelassen.

Durch Varizellen- oder Herpes-simplex-Viren verursachte Infektionen betreffen häufig Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Ursache hierfür kann entweder eine angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Immunschwäche, ein so genannter sekundärer Immundefekt, sein. Letzterer kann während einer immunsuppressiven (das Immunsystem unterdrückenden) Therapie nach Organtransplantationen oder bei Krebsbehandlungen mit Zytostatika) auftreten. Bei diesen Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko kann der Wirkstoff vorbeugend als Aciclovir-Infusionen oder -Tabletten verabreicht werden.

Bei der Behandlung der gefährlichen Herpes-simplex-Enzephalitis (Entzündung des Gehirns durch Herpes-simplex-Viren) kommen ebenfalls Infusionslösungen mit Aciclovir zum Einsatz.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Aciclovir sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Aciclovir

Aciclovir gehört zur Wirkstoffgruppe der Herpesmittel und wirkt gegen Herpesviren, indem es die Vermehrung der Viren verhindert.

Der Wirkstoff ist ein so genanntes Prodrug (Vorstufe). Es wird erst nach dem Eindringen in ein Virus von dessen eigenen Enzymen in die wirksame Form Aciclovir-Triphosphat umgewandelt. Vereinfacht kann man sagen, dass das Virus sein eigenes
Gegenmittel herstellt. Das hierbei entstandene Aciclovir-Triphosphat hemmt einerseits das für die Vermehrung des Virus notwendige Enzym Virus-DNS-Polymerase. Andererseits wird es aber auch in das Erbgut des Virus eingebaut. Der falsche Baustein führt zum Abbruch der Eiweiß-Produktion und damit auch dieer Vermehrung von Herpes-simplex-Viren und Varicella-Zoster-Viren in den befallenen Körperzellen. Örtlich angewendetes Aciclovir wirkt gezielt auf befallene Körperstellen. Eingenommenes Aciclovir in Tablettenform kann eine Ausbreitung der Viren in den gesamten Körper verhindern. Je früher mit der Anwendung begonnen wird, umso besser ist die Wirkung.

Aciclovir kann auch die Nervenschmerzen bei einer Gürtelrose lindern. Welcher Wirkmechanismus dafür verantwortlich ist, ist jedoch noch nicht geklärt.

Besonderheiten der Wirkung von Aciclovir-ratiopharm 250mg p.i./-500mg p.i.

Der Wirkstoff liegt als Aciclovir-Natrium 274,4 mg/548,8 mg (entsprechen 250 mg/500 mg Aciclovir) vor, dadurch ergeben sich Abweichungen von der angegebenen Wirkstoffmenge.

Weiterlesen: Aciclovir-ratioph...: Zurück zum Überblick

Stand: 20.12.2007
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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