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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Niedriger Blutdruck

auch bezeichnet als:
Hypotonie; Hypotonus

Der Blutdruck ist der Druck, der in den Arterien des Menschen gemessen wird. Er wird in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Von den Arterien werden mit dem Blut Sauerstoff und Nährstoffe zu allen Geweben und Organen transportiert. Bei einem niedrigen Blutdruck ist dies nicht mehr sicher gewährleistet.

Von einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) spricht man, wenn der Blutdruck unter einen systolischen Wert von 100 mmHg fällt und dies typische Beschwerden hervorruft. Der systolische Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in die Arterien pumpt. Die Durchblutung der einzelnen Organe, insbesondere aber die Gehirndurchblutung, ist vom systolischen Blutdruck abhängig. Dementsprechend sind die Beschwerden bei Personen mit einer Hypotonie vordringlich dadurch verursacht, dass das Gehirn (akut) schlechter durchblutet wird. Der diastolische Blutdruck, also der Druck, der entsteht, wenn das Herz anschließend erschlafft, spielt bei der Hypotonie nur eine untergeordnete Rolle. Der diastolische Blutdruck liegt bei Personen mit Hypotonie unter 65 bis 60 mmHg.

Ein dauerhaft niedriger Blutdruck kann Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrensausen, Herzklopfen, Schwarzwerden vor Augen, Neigung zu Ohnmachtsanfällen und Bewusstlosigkeit verursachen. Diese Symptome treten auf, weil das Gehirn nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden kann. Weitere Anzeichen für einen niedrigen Blutdruck sind Blässe und Kühle der Haut sowie kalte Hände und Füße.

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Wann zum Arzt?

Ein niedriger Blutdruck bekommt erst Krankheitswert, wenn Beschwerden auftreten. Fühlen Sie sich durch Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Schwäche beeinträchtigt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er untersucht Sie gründlich, um die Ursache festzustellen. Bei Bedarf verschreibt er blutdrucksteigernde Medikamente.

Bei Ohnmachtsanfällen oder Bewusstlosigkeit sollte immer ein Arzt um Rat gefragt und die Ursachen abklärt werden.

Weiterlesen: Niedriger Blutdruck: Das können Sie selbst tun

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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