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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Wechseljahresbeschwerden

auch bezeichnet als:
Beschwerden während der Menopause; klimakterische Beschwerden; klimakterisches Syndrom; menopausale Beschwerden

Etwa vom 45. Lebensjahr an beginnt der Körper der Frau, sich vom fruchtbaren auf den unfruchtbaren Lebensabschnitt einzustellen. In der Zeit der so genannten Wechseljahre verändert sich der Menstruationszyklus. Er kann kürzer oder länger werden. Dabei findet nicht mehr regelmäßig ein Eisprung statt. Schließlich bleibt die Regelblutung ganz aus.

Bevor es dazu kommt, können ganz unterschiedliche Zyklusstörungen und -beschwerden auftreten: schwache Regelblutungen (Hypomenorrhöe), starke Regelblutungen (Hypermenorrhöe), verlängerte Menstruation (Menorrhagie), Schmierblutungen vor und nach der eigentlichen Menstruation, verkürzte Zyklen unter 25 Tagen (Polymenorrhöe), verlängerte Zyklen über 35 Tage (Oligomenorrhöe) oder Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhöe).

Manche Frauen haben noch mit 55 Jahren regelmäßige Blutungen. Bei anderen kommt es schon ab Mitte 40 zu Regelschwankungen bis hin zum Ausbleiben der Menstruation. Die Spannbreite ist sehr groß. Der durchschnittliche Wert für die letzte Regelblutung liegt bei 51 Jahren.

Viele Frauen leiden während der Wechseljahre an vermehrter Schweißbildung und Schwindel, schlafen schlecht und fühlen sich seelisch unausgeglichen. Müdigkeit, Antriebsarmut, Herzrhythmusstörungen und mittlere bis starke Kopfschmerzen können ebenfalls auftreten. Viele bemerken eine unerklärliche Gewichtszunahme, manche leiden an Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme). Es kann gelegentlich zu einer Harninkontinenz oder zu nervlichen Missempfindungen kommen. Im Rahmen der Hormonumstellung steigt das Risiko für die Entwicklung von Knochenschwund (Osteoporose).

Die Stärke der Symptome ist großen Schwankungen unterworfen und hängt sowohl von körperlichen als auch von seelischen und sozialen Einflüssen ab. Die Dauer der Beschwerden ist ebenso individuell. Insgesamt dauert der hormonelle Umstellungsprozess der Wechseljahre - nicht aber die Beschwerden - etwa zehn, maximal 15 Jahre.

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Wann zum Arzt?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Dennoch können starke Beschwerden Krankheitswert erreichen und eine Behandlung erfordern. Dies gilt vor allem für Symptome wie Schlaflosigkeit, Harninkontinenz, Depressionen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen. Diese Beschwerden können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Hat die Blutung schon einmal länger ausgesetzt und kommt wieder, sollte man den Arzt befragen. Die so genannte Menopause ist erst dann eingetreten, wenn ein Jahr lang keine weitere Monatsblutung mehr stattgefunden hat. Jede Blutung nach der Menopause muss vom Arzt untersucht werden. Diese als "postmenopausale Nachblutungen" bezeichneten Blutungen sind meistens die Folge von hormonellen Nachschwankungen. Sie können aber auch in seltenen Fällen Ausdruck einer beginnenden Krebserkrankung sein. Deshalb ist ein Arztbesuch in einem solchen Fall unbedingt notwendig.

Weiterlesen: Wechseljahresbeschwerden: Das können Sie selbst tun

Stand: 20.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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