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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Tuberkulose

auch bezeichnet als:
Auszehrung; Schwindsucht; TBC

Die Tuberkulose ist eine chronisch verlaufende Bakterieninfektion. Sie ist weltweit verbreitet. Die meisten Krankheitsfälle treten in den Entwicklungsländern Afrikas und Südostasien auf. Durch den zunehmenden Tourismus gewinnt die Krankheit aber auch in den westlichen Industriestaaten wieder an Bedeutung. Noch verschärft wird die Situation in der ganzen Welt durch die steigende Zahl an HIV-Infektionen. Die dabei auftretende Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems macht die Patienten auch anfälliger gegen Tuberkulose.

Der Verlauf der Tuberkulose wird in zwei Stadien unterteilt:
  • Bei der so genannten Primärtuberkulose wandern die Bakterien in die Lunge und verursachen dort nach ungefähr sechs bis zwölf Wochen eine Entzündung. Der Entzündungsherd ist in sich geschlossen, daher können die Bakterien nicht entweichen. In dieser Zeit ist der Patient nicht ansteckend. Mediziner bezeichnen diese nichtinfektiöse Krankheitsphase auch als geschlossene Tuberkulose. Oft verläuft sie ohne Symptome. Stellen sich doch Beschwerden ein, ist es meist ein allgemeines Krankheitsgefühl, Nachtschweiß, Husten, Appetitlosigkeit, Hautveränderung oder leichtes Fieber. Wird die Diagnose während dieser Phase, also frühzeitig, gestellt und die Infektion ausreichend lange behandelt, sind die Heilungschancen der Tuberkulose gut. In den allermeisten Fällen verschwindet die Erkrankung wieder ohne Folgeschäden.
  • Bleibt die Krankheit während der Primärtuberkulose unerkannt und unbehandelt, kommt es in etwa zehn Prozent der Fälle nach dieser Zeit zu einer Postprimärtuberkulose, die auch als Reaktivierungskrankheit bezeichnet wird. Dabei brechen die Entzündungsherde in der Lunge nach unterschiedlich langer Zeit auf. Die Bakterien breiten sich im Körper aus, so dass neben der Lunge weitere Organe wie Lymphknoten, Darm, Niere und Harnwege, Nervensystem, Haut oder Knochen beschädigt werden können. Die Betroffenen verlieren meist stark an Gewicht. Die Krankheit endet vielfach tödlich. Weltweit sterben jährlich fast zwei Millionen Menschen an Tuberkulose.
Erst durch das Aufbrechen der Entzündungsherde können die Bakterien von einem Tuberkulose-Patienten auf andere Personen übertragen werden. Mediziner bezeichnen diese ansteckende Form der Krankheit als offene Tuberkulose. Die offene Tuberkulose unterliegt dem Infektionsschutzgesetz. Die Krankheit ist demnach meldepflichtig. Außerdem können Tuberkulose-Träger auch gegen ihren Willen isoliert werden.

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Wann zum Arzt?

Bei Allgemeinsymptomen wie erhöhter Temperatur, Appetitlosigkeit, Nachtschweiß und Gewichtsverlust sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Anhaltender Husten mit oder ohne Auswurf, blutiger Auswurf und Atemnot erfordern ebenfalls einen Arztbesuch.

Weiterlesen: Tuberkulose: Das können Sie selbst tun

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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