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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Osteoporose

auch bezeichnet als:
Knochenschwund

Osteoporose wird in der Umgangssprache auch als Knochenschwund bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine das gesamte Skelett betreffende Erkrankung. Die wichtigsten Symptome sind ein Verlust von Knochenmasse und eine Veränderung der Knochenstruktur. Die Folge sind Einschränkungen der Knochenfunktion sowie die erhöhte Gefahr von Knochenbrüchen.

Osteoporose ist in Deutschland die häufigste Knochenerkrankung. Von ihr sind verschiedenen Studien zufolge zwischen 2 und 10 Prozent der Bevölkerung betroffen. Dabei haben Frauen das höchste Krankheitsrisiko. Bis zu 40 Prozent erkranken - meist in den Wechseljahren - an Osteoporose.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Erkrankung - die häufige primäre Form und die eher seltene sekundäre Form.

Die primäre Form unterteilt man nochmals in die Osteoporose Typ I und Osteoporose Typ II:
  • Der Typ I tritt hauptsächlich bei Frauen nach den Wechseljahren auf (postmenopausal). Die Frauen erkranken meist 10 bis 15 Jahre nach der letzten Regelblutung (Menopause). In diesen Fällen ist die Osteoporose auf den Verlust der knochenaufbauenden Wirkung der weiblichen Sexualhormone (Estrogene beziehungsweise Östrogene) zurückzuführen. Bei diesen Patientinnen kommt es hauptsächlich zu Wirbelsäulenbrüchen sowie Brüchen des Unterarmknochens.
  • Typ II tritt jenseits des 70. Lebensjahres auf (senile Osteoporose) und betrifft beide Geschlechter. Ursächlich ist hier vor allem Bewegungs- und Sonnenlichtmangel. Häufigste Folge dieser Form des Knochenschwunds sind Brüche des Oberschenkelknochens.


Für die seltenere sekundäre Form der Osteoporose sind andere Erkrankungen die Ursache. Dies können Gelenkrheuma (rheumatoide Arthritis), Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Magersucht sein.

Im Frühstadium verursacht die Osteoporose zunächst keinerlei Beschwerden, im Verlauf kann es nach Stürzen oder sogar ohne äußerliche Einwirkung (spontan) zu Knochenbrüchen (Handgelenk, Oberschenkelhals) kommen. Auch Verformungen der Knochen und Wirbel ("Witwenbuckel") sind möglich. Die Symptome können mit chronischen Schmerzen einhergehen.

Ein anderes in diesem Zusammenhang relevantes Anwendungsgebiet:

Wann zum Arzt?

Wer zu einer der Risikogruppen gehört, also zum Beispiel rauchende weiße Frauen nach den Wechseljahren, sollte vom Arzt die Knochendichte bestimmen lassen. Dadurch erhält man einen individuellen Vorhersagewert für das Risiko eines Knochenbruchs. Außerdem sind diese Messungen geeignet, den Erfolg einer medikamentösen Behandlung zu kontrollieren.

Bei plötzlich auftretenden, bewegungsunabhängigen Schmerzen (im Wirbelsäulenbereich oder nach Stürzen) sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache zu klären.

Weiterlesen: Osteoporose: Das können Sie selbst tun

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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