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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Nagelbettentzündung

auch bezeichnet als:
Paronychie; Umlauf

Das können Sie selbst tun

Finger oder Füße können mehrmals täglich in warmem Wasser gebadet werden. So wird die Hornschicht gelöst und vorhandener Eiter kann sich leichter entleeren. Entzündungshemmend wirken Badezusätze wie Seife, Salz oder Kamille. Nach jedem Bad sind Nagelhaut und Nagel vorsichtig trockenzutupfen. Danach kann eine desinfizierende Salbe beispielsweise mit Povidon-Jod aufgetragen werden. Antibakteriell und zusätzlich Juckreiz lindernd wirkt auch der Gerbstoff Phenol-Methanal-Harnstoff-Polykondensat.

Auf hartnäckige eitrige Stellen kann das entzündungshemmende Mittel (Antiphlogistikum) Ammoniumbituminosulfonat aufgetragen werden. Dieses gibt es als Tinktur oder so genannte Zugsalbe. Es erleichtert den Abfluss des Eiters. Die Entzündungsherde dürfen auf keinen Fall selbst oder von Laien aufgeschnitten werden.

Bei einer Nagelbettentzündung sollte der Kontakt mit reizenden Reinigungsmitteln vermieden werden.

Wann zum Arzt?

Klingt eine Hautinfektion im Bereich des Nagels nicht innerhalb von drei Tagen wieder ab oder ist sie mit zunehmenden Schmerzen und einer Schwellung verbunden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei bekannter geschwächter Immunabwehr ist es erforderlich, auch kleine Verletzungen und geringe Entzündungszeichen sorgfältig ärztlich zu überwachen. Dies gilt ebenfalls für Patienten mit Wundheilungsstörungen beispielsweise aufgrund von Diabetes (Zuckerkrankheit) oder einer Therapie mit Glukokortikoiden.

Weiterlesen: Nagelbettentzündung: Behandlung mit nicht rezeptpflichtigen Medikamenten

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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