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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Nagelbettentzündung

auch bezeichnet als:
Paronychie; Umlauf

Die Nagelbettentzündung ist eine bakterielle Hautinfektion. Sie kann Finger- und Zehennägel befallen. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten Infektionen des Fingers (Panaritium). Je nachdem ob die Nagelbettentzündung das Nagelbett selbst oder seine Umgebung befällt, werden zwei Formen der Erkrankung unterschieden:
  • Beim so genannten Panaritium parunguale breitet sich die Entzündung rasch auf die seitliche und hintere Haut um den Nagel herum aus. Aufgrund dieses Verlaufs wird die Erkrankung auch als "echter Umlauf" bezeichnet. Davon betroffen ist die Umgebung des Nagelbetts.
  • Beim Panaritium subunguale dagegen sammelt sich Eiter unter dem Nagel. Betroffen ist das Nagelbett selbst.
Erstes Anzeichen für eine Nagelbettentzündung ist eine Rötung der Haut, die an den Nagel angrenzt. Die Haut schwillt außerdem an und wird heiß. Durch die Schwellung können starke Schmerzen auftreten. Manchmal entleert sich Eiter aus den Nagelecken. Mitunter juckt die Haut um den Nagel, besonders in der Anfangsphase der Entzündung.

Wird die Nagelbettentzündung erst spät oder gar nicht behandelt, kann es zu Wachstumsstörungen des Nagels kommen. Unter Umständen wird er ganz abgestoßen. Die Nagelbettentzündung kann sich außerdem auf die umgebenden Weichteile wie die Sehnenscheiden ausdehnen und selbst die Knochen erreichen. Die dadurch entstehende bakterielle Entzündung des Knochens wird als Osteomyelitis bezeichnet.

Von der akuten Form der Nagelbettentzündung ist die chronische zu unterscheiden. Sie tritt vor allem bei Diabetikern an den Füßen auf. Auch Menschen, die oft mit Reinigungsmitteln oder Wasser in Berührung kommen, können an den Händen an einer chronischen Nagelbettentzündung leiden. Die chronische Nagelbettentzündung ist meist weniger schmerzhaft als die akute. Außerdem sind von ihr meist mehrere Nägel und nicht nur ein Nagel betroffen.

Ein anderes in diesem Zusammenhang relevantes Anwendungsgebiet:

Wann zum Arzt?

Klingt eine Hautinfektion im Bereich des Nagels nicht innerhalb von drei Tagen wieder ab oder ist sie mit zunehmenden Schmerzen und einer Schwellung verbunden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei bekannter geschwächter Immunabwehr ist es erforderlich, auch kleine Verletzungen und geringe Entzündungszeichen sorgfältig ärztlich zu überwachen. Dies gilt ebenfalls für Patienten mit Wundheilungsstörungen beispielsweise aufgrund von Diabetes (Zuckerkrankheit) oder einer Therapie mit Glukokortikoiden.

Weiterlesen: Nagelbettentzündung: Das können Sie selbst tun

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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