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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Malaria

auch bezeichnet als:
Sumpffieber; Wechselfieber

Malaria ist die häufigste Tropenkrankheit, an der nach Schätzungen der WHO weltweit mehr als 300 Millionen Menschen jährlich erkranken. Der Begriff der Malaria umfasst mehrere fieberhafte Erkrankungen. Erreger der Erkrankung ist ein parasitischer Einzeller der Gattung Plasmodium, der durch den Stich einer infizierten Anopheles-Mücke übertragen wird. Entsprechend dem Erreger unterscheidet man drei Arten der Malaria:
  • Die Malaria tropica gilt als die gefährlichste der Malariaerkrankungen. Unbehandelt führt sie in ca. 30 Prozent der Fälle zum Tod.
  • Die Malaria tertiana ist nur in seltenen Fällen tödlich, führt aber zu erheblichen Beeinträchtigungen des allgemeinen Gesundheitszustands.
  • Die Malaria quartana gilt als die mildeste Form der Malaria.
Die Malaria beginnt uncharakteristisch mit grippeartigen Symptomen. Ein langsamer Fieberanstieg, einhergehend mit Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, kann mit Erbrechen und Durchfall auftreten. Wenige Tage nach diesem Vorstadium setzt das eigentliche Rhythmusfieber mit Schüttelfrost und raschem Fieberanstieg ein, innerhalb von ein bis zwei Stunden kann es auf bis zu 40°C und mehr ansteigen. Im Verlauf der weiteren Stunden fällt das Fieber unter starken Schweißausbrüchen und starkem quälendem Durst wieder ab.

Diese rhythmischen Fieberanfälle sind je nach Erreger von unterschiedlicher Dauer. Dabei treten Fieberschübe bei der Malaria tertiana alle 48 Stunden,
Malaria quartana alle 72 Stunden und Malaria tropica unregelmäßig auf.

Nach zehn bis zwölf Anfällen kann die Krankheit auch ohne spezifische Behandlung zum Stillstand gelangen. Innerhalb von zwei bis zehn Monaten kann es jedoch zu Rückfällen kommen. Insofern keine neue Erkrankung hinzukommt, heilt die Krankheit innerhalb von ungefähr zwei Jahren aus. Als Begleiterscheinungen treten Blutarmut, Gewichtsabnahme und häufig auch Herzmuskelschäden auf.

Da die rhythmischen Fieberschübe bei der Malaria tropica ausbleiben, ist die Gefahr einer Fehldiagnose hoch. Im weiteren Krankheitsverlauf stellt sich eine zum Teil durch den Zerfall der roten Blutkörperchen bedingte Blutarmut ein. Bei der Malaria tropica, der gefährlichsten Form der Malaria, können sich unbehandelt in wenigen Tagen schwerwiegende, meist tödliche Komplikationen entwickeln. Gefürchtet ist die "zerebrale Malaria" (Gehirnmalaria), die zu Verwirrtheit, Bewusstseinstörungen und Koma führen kann und häufig tödlich endet. Weiterhin werden Schädigungen der Nieren, des Herzens, des Magen-Darm-Traktes (Durchfall) und der Lunge (Lungenödem) beobachtet.

Ein anderes in diesem Zusammenhang relevantes Anwendungsgebiet:

Wann zum Arzt?

Wichtig ist es, den Arzt bei Krankheitssymptomen aller Art über einen Tropen- bzw. Auslandsaufenthalt zu informieren, auch wenn dieser bereits Monate zurückliegt.

Bei Auftreten von Fieber, grippeähnlichen Symptomen, Erbrechen oder Durchfall nach Aufenthalt in einem malariagefährdeten Gebiet sollte an die Erkrankung gedacht werden. Der Arzt kann dann umgehend eine entsprechende Diagnostik einleiten.

Weiterlesen: Malaria: Das können Sie selbst tun

Stand: 05.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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