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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Haarausfall

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auch bezeichnet als:
Alopezie; Effluvium pilorum

Durchschnittlich verliert der Mensch 20 bis 100 Haare pro Tag. Die Diagnose "Haarausfall" wird gestellt, wenn täglich mehr als 100 Haare ausfallen und ein erheblicher Unterschied zwischen der Anzahl abgestoßener und nachgewachsener Haare besteht. Auch wenn die Haare nur an einer bestimmten Stelle ausfallen, wird von Haarausfall gesprochen.

Es wird geschätzt, dass jeder dritte Mann und jede zehnte Frau an Haarausfall leidet. Je nachdem, wodurch dieser verursacht wird, tritt er in verschiedenen Formen auf:
  • Am häufigsten ist der androgenetische Haarausfall. Dabei kommt es zum Haarverlust, weil die Haarwurzeln empfindlich auf das männliche Sexualhormon Testosteron reagieren. Da Männer dieses Hormon in stärkerem Maß produzieren als Frauen, sind sie wesentlich häufiger davon betroffen. Typisch für den androgenetischen Haarausfall ist der unwiderrufliche Verlust der Haare auf dem Oberkopf.
  • Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata) ist die zweithäufigste Form. An mehreren Stellen des Kopfes bilden sich plötzlich kreisrunde kahle Stellen.
    Am Rand dieser Stellen befinden sich häufig abgebrochene, kurze, wenig gefärbte Haare mit einem dünnen oder gespaltenen Ende. Gelegentlich ist auch eine Verlust von Wimpern und/oder Augenbrauen zu beobachten, teilweise fallen die Haare sogar am ganzen Körper aus. Bei vielen Betroffenen wachsen die Haare innerhalb eines Jahres wieder nach. Dauert der Haarausfall länger als ein Jahr an, ist er wahrscheinlich von Dauer. Vom kreisrunden Haarausfall sind Frauen häufiger betroffen als Männer.
  • Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare gleichmäßig über den Kopf verteilt aus. Das Haar dünnt insgesamt aus. Diese Form des Haarausfalls ist besonders bei älteren Menschen zu beobachten.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei Haarverlust an einer oder mehreren Stellen ist eine ärztliche Abklärung stets ratsam. Dies gilt insbesondere bei Verlust von Wimpern und Augenbrauen oder aber auch sämtlicher Körperbehaarung. Haarausfall kann immer auch die Auswirkung einer ernsthaften Erkrankung sein. Daher sollte so früh wie möglich ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Geht der Haarverlust mit Schmerzen, Juckreiz oder Brennen einher, handelt es sich als Auslöser möglicherweise um eine Entzündung. Diese muss eventuell antibiotisch behandelt werden, darum ist eine ärztliche Untersuchung erforderlich.

Weiterlesen: Haarausfall: Das können Sie selbst tun

Stand: 23.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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