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Anwendungsgebiete & Beschwerden

Fibromyalgie

auch bezeichnet als:
Fibromyalgiesyndrom; Fibrositissyndrom; generalisierte Tendomyopathie; Tendomyopathie, generalisierte

Bei Fibromyalgie handelt es sich um eine chronische Erkrankung des gesamten Bewegungsapparates. Sie ist gekennzeichnet durch langanhaltende, oft großflächige Schmerzen im Bereich von Muskeln, Bindegewebe oder Sehnen in allen Körperbereichen, hauptsächlich bei Belastung. Der Schmerz wird häufig als reißend oder ziehend beschrieben. Charakteristisch sind schmerzhafte Druckpunkte an den Sehnenansätzen, so genannte "tender points" oder Triggerpunkte. Manche Betroffene können die Beschwerden punktgenau spüren. Daneben können allgemeine Krankheitssymptome wie Muskelverspannungen, Abgeschlagenheit, Depressionen, Schlafstörungen oder Unwohlsein auftreten. Auch Konzentrationsstörungen sind typisch für diese Erkrankung, außerdem fordern körperliche, geistige und emotionale Belastungen unnatürlich lange Erholungsphasen. Die Betroffenen sind oft sehr müde, häufig besteht begleitend das Chronic Fatigue Syndrom (chronischer Erschöpfungszustand).

Der Beginn einer Fibromyalgie kann plötzlich oder schleichend sein, aber auch nach einer grippeähnlichen Erkrankung auftreten. Typischerweise verläuft Fibromyalgie in Wellen und Schüben. Einzelne Schübe und akute Phasen sind nur schwer vorherzusehen, zeigen sich jedoch häufig nach akuten Infektionskrankheiten wie Grippe, Pneumonie oder Lyme-Borreliose. Die Betroffenen leiden dann an Taubheitsgefühlen, Morgensteifigkeit, Reizmagen- und Reizdarmbeschwerden, schmerzhafter Regelblutung, kalten Händen und Füßen sowie allergischen Symptomen.

Wie die entzündlich rheumatischen Erkrankungen betrifft die Fibromyalgie Strukturen des Bewegungsapparats, es treten aber keine Entzündungen auf. Fibromyalgie gilt als der häufigste Vertreter des Weichteilrheumatismus. Trotz der oft starken Schmerzen sind an den Muskeln oder Sehnen keine krankhaften Veränderungen zu erkennen.

Orthopäden zählen die Fibromyalgie häufig - ohne Beweis - zu den psychosomatischen Erkrankungen. Psychosomatisch bedeutet, dass es sich um eine Erkrankung handelt, bei der keine medizinischen Ursachen nachweisbar sind, sondern psychische Faktoren für die Entstehung der Erkrankung maßgeblich sein sollen.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei unerklärlichen, anhaltenden Schmerzen im Bereich von Sehnen und Muskeln mit allgemeinem Krankheitsgefühl sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Ein Arztbesuch ist ebenfalls anzuraten bei:
  • allgemeiner Reiz- und Schmerzüberempfindlichkeit
  • Morgensteifigkeit
  • Wetterfühligkeit
  • andauernder Abgeschlagenheit
  • Depressionen
  • starker Erschöpfung nach geistiger oder körperlicher Betätigung
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Steifheit und Schwellungsgefühlen der Gliedmaßen
.

Weiterlesen: Fibromyalgie: Das können Sie selbst tun

Stand: 16.06.2008
(Die Inhalte des Medikamenten-Ratgebers werden auf Basis fundierter Quellen erstellt)

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