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Anwendungsgebiete & Beschwerden
auch bezeichnet als:
Thrombophlebitis und Phlebothrombose
Bei einer Thrombose bildet sich in einem Blutgefäß ein Blutgerinnsel (Thrombus). Dadurch wird das Gefäß eingeengt oder auch komplett verschlossen. Am häufigsten finden sich Thrombosen in den Venen (Phlebothrombose). Betroffen sind hier bevorzugt die Venen der unteren Körperhälfte (tiefe Bein- und Beckenvenen). Sehr selten können Thrombosen in den Venen der Arme auftreten.
Die Beschwerden einer Bein- oder Beckenvenenthrombose sind in der Anfangsphase der Erkrankung oft uncharakteristisch. Als deutliche Hinweise auf eine Beinvenenthrombose gelten spontane oder belastungsabhängige Schmerzen, die sich durch Hochlagerung bessern, Druckschmerz an der Innenseite des Fußes und im Verlauf der thrombosierten Vene, Wadenschmerzen bei Beugung des Fußes, Wadenschmerzen auf Druck, zunehmende Schwellung mit Zunahme des Beinumfangs sowie eine verstärkte Zeichnung oberflächlicher Venen (Warnvenen). Zusätzlich kann eine Blaufärbung der Haut auftreten. Thrombosen am Arm sind häufig sehr schmerzhaft, der Arm ist geschwollen und zeigt eine verstärkte Venenzeichnung an der Oberfläche.
Gefürchtete Komplikation der Bein- oder Beckenvenenthrombose ist die Lungenembolie. Teile des Gerinnsels werden dabei mit dem Blutstrom weitergespült und können in der Lunge wichtige Blutgefäße verstopfen.
Als Budd-Chiari-Syndrom wird die Thrombose der Lebervenen bezeichnet. Diese Erkrankung ist akut lebensbedrohlich.
Treten Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüsse in Arterien auf, spricht man von arteriellen Durchblutungsstörungen. Arterielle Durchblutungsstörungen können auch zum Schlaganfall oder zum Herzinfarkt führen.
Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:
Bei allen Schwellungen, Schmerzen und Hautverfärbungen im Bereich von Armen und Beinen ohne erkennbare Ursache, wie beispielsweise einem Sturz, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Außerdem sind Fußsohlenschmerzen beim Gehen ein angemessener Grund für einen Arztbesuch.
Weiterlesen: Bein- und Beckenvenenthrombose: Das können Sie selbst tun
Stand: 17.06.2008
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